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Das gute alte Tagebuch – der Weg zu mehr Erfolg

18.02.2019. Warum Sie schreiben sollten: In unseren modernen Zeiten kommunizieren die meisten von uns viel und gern. Es gibt WhatsApp, Facebook, Instagram und Twitter, wo wir alles Mögliche aufschreiben und es mit anderen teilen. Für die persönlicheren Mitteilungen gibt es die „privaten Einstellungen“.

Doch wo halten wir die Dinge fest, die nur uns ganz allein bewegen? Dinge, die nicht für andere bestimmt sind. Früher gab es dafür das gute alte Tagebuch. Darin wurden ganz geheime Gedanken und Erlebnisse festgehalten. Das Tagebuch wurde in der Regel vor fremden Augen versteckt. Und es gibt viele gute Gründe, ein solches Tagebuch auch heute noch zu führen. Für den Weg zu sich selbst und zu mehr Erfolg.

Denn in all dem modernen Kommunikationsgeschehen hilft es uns, uns zu fokussieren und unsere Ziele und Visionen nicht aus den Augen zu verlieren. Sobald wir Ziele und Vorhaben fixieren, können wir sie nicht aus den Augen verlieren, aber erreichen. Was wir aufschreiben, können wir zu jedem Zeitpunkt wieder nachlesen. So nehmen wir unter Umständen Veränderungen wahr, die uns sonst nicht bewusst werden. Oder wir erkennen, dass es keine Veränderungen gegeben hat, die aber notwendig gewesen wären und leiten sie aufgrund dieser Erkenntnis letztendlich ein. Durch ein Tagebuch können wir uns somit persönlich weiterentwickeln und neu ordnen.

Ein Tagebuch gibt uns die Gelegenheit, uns selbst immer wieder zu reflektieren und einzelnen Lebensabschnitten die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Vielleicht erkennt der eine oder andere, wie viel er eigentlich leistet, wenn er das Tagebuch zur Hand nimmt und in den Aufzeichnungen stöbert. Das Resultat ist eine höhere Zufriedenheit mit sich selbst.

Meine Erfahrungen und die meiner Klienten zeigen, dass ein Tagebuch uns auch dazu führt, viel achtsamer mit uns selbst, unseren Mitmenschen und den Dingen, mit denen wir uns tagtäglich auseinandersetzen, umzugehen. Durch das Lesen unserer persönlichen Gedanken, die wir im Tagebuch festhalten, können wir mit etwas zeitlichem Abstand besser entscheiden, welche Ideen wir besser aussortieren und welche wir weiterentwickeln möchten. Das Wichtige ist viel leichter von Unwichtigem zu unterscheiden. Das Nützliche ist viel besser vom Nutzlosen zu trennen. Wir können uns viel leichter von Dingen verabschieden, mit denen wir unsere Zeit unnütz verbringen.

Für mich ist das Führen eines Tagebuches deshalb eine Achtsamkeitsübung und eine persönliche intensive Zeit für Klarheit. Für diese Übung genügt es vollkommen, jeden Tag nur wenige Sätze, Gedanken und Gefühle festzuhalten – positive wie negative. Denn allein die Formulierung unserer Gedanken lässt uns kurz innehalten und gibt uns persönlichen Raum.

Dazu ein Beispiel aus meiner Praxis:
Es geht um einen Klienten, Mitte 30, mittlere Führungsebene im Vertrieb, auf dem Karriereweg nach oben. Dieser Klient hat durch das regelmäßige Schreiben seines Tagesablaufs die Verhaltensmuster erkannt, die ihn bei seinem beruflichen Fortkommen hinderten. Bei bestimmten Kunden war es eine große Herausforderung, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, um Produkte erfolgreich zu platzieren. Durch das Erkennen der eigenen Verhaltens- und Vorgehensweise konnte er an sich arbeiten. Seitdem kommuniziert er viel besser mit seinen Kunden. Vertrauensverhältnisse bauen sich schneller und nachhaltiger auf. Die Geschäftsbeziehung kann wachsen.

Ich kann Ihnen aus all den oben genannten Gründen nur empfehlen, ein Tagebuch zu führen. Nehmen Sie sich Zeit dafür, egal ob Sie das Tagebuch digital oder klassisch mit Heft und Stift führen. Schreiben Sie ganz einfach das, was Sie gerade fühlen und denken.

Mein Tipp: Für Ihre ganz persönliche Auszeit genügen täglich 15 Minuten am Abend, damit Sie den Tag loslassen können.

Es gibt hierzu natürlich auch Studien, die die beschriebenen Erkenntnisse genauer belegen. Weitere Informationen finden Sie unter https://schreibenwirkt.de/forschung-tagebuch/.

 

 

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