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Die Menschlichkeit zählt in unserer modernen Arbeitswelt

23.02.2018. Die zunehmende Digitalisierung in unserer Arbeitswelt macht viele unserer Arbeitsprozesse effizienter, schneller und besser. Ziele wie Wachstum, Rendite und Gewinnmaximierung werden dadurch kontinuierlich nach oben geschraubt und erzeugen wachsenden Druck in der Wirtschaft. Bleibt dabei noch Zeit für den Wert Menschlichkeit? Oft bleibt sie in den Unternehmen auf der Strecke. Doch es geht auch anders.

 In vielen Unternehmen zählen nur noch harte Zahlen, Daten, Fakten, Leistungen und Effizienz. Mitarbeiter werden angehalten teilweise absurde Gewinnmargen zu erzielen und überzogene Renditevorstellungen zu realisieren. Sie müssen abliefern, am besten gestern. Oft ist das nur noch mit entsprechenden Mehrstunden zu bewerkstelligen die zur Regel werden. In diesem Bild stimmt etwas nicht. Das Gleichgewicht zwischen Druck und Ertrag ist in der Wirtschaft aus den Fugen geraten.

 

Menschlichkeit – die beste Rendite

Unter diesem Druck bleibt oft die Menschlichkeit in den Abteilungen und Teams der Unternehmen auf der Strecke, quer durch alle Hierarchien und Organisationsstrukturen. Der Faktor Menschlichkeit, als einer der Wichtigsten, darf deshalb nicht unterschätzt werden. Denn, es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Druck, Überlastung und Frustration auf der einen Seite und menschlichem Miteinander, Flexibilität, Respekt und Selbstbestimmung auf der anderen Seite. Ein Mitarbeiter beispielsweise, der sich wertgeschätzt und fair behandelt fühlt, zeigt doppelt so großen Einsatz für sein Unternehmen. Damit lohnen sich humanitäre Werte und Menschlichkeit in der Wirtschaft.

 

Kommunikation und Klima

Viele Menschen haben im Sinne der Erfüllung einer beruflichen Aufgabe zu funktionieren. Wie zum Beispiel die Arbeiter eines Produktionsunternehmens, die ein Produkt gemeinsam in Serie herstellen. Sie brauchen dazu berufliche Erfahrungen, gemeinsame Trainings, fachliche Schulungen und Erfahrungsaustausche. Ohne eine gute persönliche „Kommunikation“ ist dies nicht möglich

Wie identifizieren Sie sich mit einer Firma, die immer mehr von Ihnen verlangt, was Sie nicht leisten können? Gehören Sie zu den 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer, die allein aufgrund des rauen Umgangstons am Arbeitsplatz und des allgemein schlechtem Arbeitsklimas Stress im Job empfinden?

Innere Kündigungen oder Dienst nach Vorschrift ist oft für diese Arbeitnehmer die letzte Lösung. Der hohe Krankenstand in manchen Firmen spricht eine deutliche Sprache. 

 

Jeder Mitarbeiter ist eine individuelle Person

Wie empfindet sich ein Arbeitnehmer nicht als Nummer, sondern als ein Mensch? Welche Werte sind heute wichtig?

Menschen sind Individuen die, in Verbindung mit Ihren Stärken, gefördert werden möchten. Schließlich verbringen wir in der Regel zwei Drittel unseres Lebens am Arbeitsplatz, das sollte am Ende eine sinnerfüllte Zeit für uns sein.

Aus diesem Grund sollten Leitbilder von Unternehmen unter anderem durch eine Kultur des gegenseitigen Austauschs sowie ein Klima des Vertrauens und der Wertschätzung geprägt sein. Mit Führungskräften die sich immer wieder bewusst machen, dass sie eine gute Beziehungskultur mit Ihren Mitarbeitern pflegen. Sie brauchen Visionen, müssen sich selbst reflektieren können, transparent und glaubwürdig sein sowie Ihre Mitarbeiter nicht nur führen, sondern auch ernst nehmen. Nicht nur als Leistungserbringer, sondern als individuelle Personen, als Menschen. Und für jeden von ihnen drückt sich Wertschätzung anders aus.

Wenn möglich mit dem Ziel einer ganzheitlichen Unternehmensphilosophie, die die Mitarbeiter sowie ihre ganz persönliche Werthaltung auch emotional anspricht und ausdrückt, dass sich hinter all den möglichen Benefits die Unternehmen auch darum kümmern, dass es den Mitarbeitern selbst innerhalb und außerhalb der Arbeitszeiten gut geht.

Eine herausfordernde Aufgabe für die Unternehmensführung und gleichzeitig wichtiger Spannungsbogen, da die rationale Welt der Unternehmensführung mit ihren Werte-vorstellungen und Zielsetzungen auf die Empfindungswelt der Mitarbeiter mit Ihren Wertevorstellungen trifft.

 

Wie denken Sie darüber? Wie wagen Sie sich an diese Aufgabe heran?

Sich um das Wohl seiner Mitarbeiter zu kümmern, ist ein guter Ansatz, der sich immer umsetzen lässt. Mit echtem Interesse an dem Menschen. Wer führen will, muss auch sachgerecht dienlich sein können.

 

#ZeitfürKlarheit

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